Swapan und Alexandra Biswas mit Kornell und Èlise: Barmherzigkeitsdienste und Gemeindearbeit in Siliguri (Indien)

Familie Biswas lebt seit 2001 in Siliguri im indischen Bundesstaat Westbengalen. Sie unterstützen das Gemeindenetzwerk, das durch Swapans Vater gegründet wurde. Zurzeit gibt es etwa 65 Gemeinden in den Dörfern und Städten im weiteren Umkreis von Siliguri. Inzwischen gibt es auch einen Hauskreis in Bhutan.
Etwa 70 % der Mitglieder der Gemeinden leben unter der Armutsschwelle.
Sie arbeiten auf den Teeplantagen oder als Tagelöhner. Wegen der Armut gibt es Probleme wie Unterernährung, schlechte medizinische Versorgung und mangelnde Schulbildung. Deshalb haben die verschiedenen Hilfsprojekte in Biswas' Dienst eine besondere Bedeutung. Das Sozialwerk Second Chance kommt aber nicht nur den Gemeindemitgliedern zugute, sondern auch den hinduistischen und buddhistischen Familien, die so für das Evangelium erreicht werden.

Biswas haben zwei Kinderheime gegründet, von denen sie eines lange Zeit selbst geleitet haben. In den beiden Heimen wohnen zurzeit 29 Kinder, die alle eine gute Schule besuchen. Es wird Wert darauf gelegt, dass die Kinder in einem christlichen Zuhause aufwachsen, und dass sie sich zu eigenverantwortlichen Menschen entwickeln.
Das Micro-Credit-Enterprise ist ein weiterer Schwerpunkt von Second Chance. Mit diesem Programm wird armen Menschen ein geringer Geldbetrag (50 bis 100 Euro) als Startkapital für einen Nebenerwerb als Kredit zur Verfügung gestellt. Damit können sie eine eigene wirtschaftliche Grundlage aufbauen. Dieses Projekt läuft mit großem Erfolg.
Jedes Jahr im Herbst werden zwei Freizeiten veranstaltet, zu denen etwa 450 Kinder und Jugendliche kommen. Die jungen Leute bringen oft ihre nichtchristlichen Freunde mit.
„Ein Schwerpunkt unserer Arbeit war im vergangenen Jahr der Bau des Zentrums. Wir haben die Mauer fertig gebaut, durch die dann allerdings ein Elefant marschierte. Und so mussten wir die Mauer, kaum dass sie fertig war, schon wieder reparieren. Die große Halle kann bereits verwendet werden, in Herbst werden schon unsere Camps darin stattfinden. Auch das Seminar- und Bürogebäude ist inzwischen fertig gestellt. Es ist für uns eine große Freude zu sehen, dass langes Schaffen nun endlich auch Früchte trägt und wir Veranstaltungen im Center haben. Oft wurde in unseren Veranstaltungen gesammelt und viele indische Geschwister haben einen Anteil an diesem Zentrum.“
Kontakt: second.chance@web.de
