ideaSpektrum vom 15.08.2008: Der Leiter der größten US-Sonntagschule predigte in Wuppertaler Pfingstgemeinde
Woran erkennt man eine göttliche Vision?
Christen, die eine göttliche Vision von Gott empfangen haben, sind selten geworden. Dieser Ansicht ist der Gründer des New Yorker sozial-missionarischen Werks Metro Ministries, Bill Wilson. Seine Vision ist es, Kinder und deren Familien mit dem Evangelium zu erreichen und den Glauben an Jesus Christus weiterzugeben. Das Werk erreicht in New York rund 20.0000 Kinder, die mit Schulbussen aus den Ghettos zu „Sonntagschulen“ gefahren werden. Wie Wilson am 05. Oktober in einem Gottesdienst der Christus Gemeinde Wuppertal sagte, gehen zwar viele Christen mit guten Ideen Projekte an. Doch oft seien solche Aufbrüche kurzlebig. Den Grund sieht Wilson darin, dass man meist von menschlichen Erwartungen und Ideen her plane und rasch Erfolgsmeldungen erwarte. Manche Christen versuchten auch, Projekte zu kopieren, ohne nach dem Plan Gottes zu fragen.
Gott schenkt langen Atem
Visionen von Gott zeichneten sich dadurch aus, dass sie dem Empfänger einen langen Atem schenkten. Wer von Gott eine Vision erhalten habe, stecke auch nach Rückschlägen nicht zurück. So habe er auch seine Sonntagschuletrotz Widerständen aufgebaut, sagte Wilson. 1980 hatte er damit begonnen, sich um das leibliche Wohl elternloser Kinder in New York zu kümmern. Der heute 60-Jährige war im Alter von 13 Jahren selbst an einer Straßenecke ausgesetzt worden.
Ein Christ erbarmte sich eines ausgesetzten Waisenkindes
Seine Mutter verließ ihn mit den Worten, er solle warten, bis sie zurückkehre. Drei Tage saß er dort, bis schließlich ein Christ den Jungen mitnahm und sich um ihn kümmerte. Inzwischen ist seine Organisation nicht nur in New York, sondern auch in den Philippinen, Südafrika und Rumänien tätig. Derzeit baut Wilson die Arbeit in Nordindien aus. Die Christus Gemeinde Wuppertal, in der Wilson sprach, gehört zum Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden und hat rund 650 Mitglieder.
